Performance / Künstler
@larscrosby 2.0 : Explorative Klangkunst & Systemische Performance-Forschung
„Existenz ist nur der grundlegende Schritt vor dem Leben – wir haben sie mit aller Materie gemeinsam. Wir Menschen sind fähig, uns selbst zu kultivieren, um lebendig zu sein.“
Ich betrachte die Welt durch eine renaissancielle Brille: Für mich existieren keine starren Grenzen zwischen den Disziplinen. Seit über zwei Jahrzehnten widme ich mich der Kunst als Berufung – als Klanggestalter, Multiinstrumentalist und Performer. Meine Arbeit ist ein systemisches Geflecht, in dem sich Soundforschung, Körperarbeit und visuelle Poesie gegenseitig bedingen.
Die DNA des Klangs
Meine Wurzeln liegen in der experimentellen Soundforschung der späten 1990er Jahre. Was mit dem archaischen Klang von Harmonium und Zither (Cytra) begann, hat sich zu einer vielschichtigen Synthese entwickelt. Ich erschaffe dichte, sich stetig entwickelnde Soundräume, die zwischen analoger Wärme und digitaler Präzision atmen, wobei ich unterscheide zwischen Soundräumen (f) & Klangwellen (m); die heterogene Aufteilung rührt zum einen von der Betrachtungsweise her; wie auch zum anderen vom Beeinflunssungsfaktor her, ist der Klang der Impulse zur Beeinflussung des Raumes oder ist der Klang ein Beeinflusser an sich, beides ist richtig der Blickwinkel schafft den kunstlerischen Aktionsradius hierbei.
Meine Werkzeuge:
- Field Recordings & Mikrophonie: Das Einfangen des Ungehörten und die Konservierung akustischer Momente.
- Instrumentale Diversität: Live-Einspielungen von Kleinst- und Mittel-Instrumenten, verwoben mit Analog-Digital-Synthesizern.
- Loop-Jockeying & Cut-Up: Haptische Loops und Sample-Manipulation als kompositorisches Rückgrat.
- Soundtracks: Maßgeschneiderte Klanglandschaften für unterschiedlichste Produktionen.
Bewegung und Raum
Musik ist für mich kein isoliertes Ereignis, sondern eine körperliche Erfahrung. Meine Grundlagen im Butoh und im experimentellen Theater (in der Tradition des The Living Theatre’s nach der Quellen-Synthese Methode von Philip Kevin Brehse) fließen direkt in meine Klangkunst-Performances ein.
Es ist ein Dialog zwischen dem experimentellen Tanz und der akustischen Transkription des Augenblicks.
Zwischen Experiment und Atmosphäre
Ob im LilienSalon-Format der Open Space Performuniopn e.v. oder bei anderen Formaten von uns opder ortsspezifischen Installationen an welchen ich teilhat.
Meine Musik lädt zum Hinhören, Eintauchen und Verweilen ein.
Es ist eine Einladung, die eigene Ideologie herauszufordern und den Raum zwischen Materie und Leben durch Klang zu füllen.
In der Zusammenarbeit mit Theatern und Performance-Ensembles nutze ich meine Expertise im Bereich Field Recording und Microphonie, um akustische Welten zu erschaffen, die über das rein Musikalische hinausgehen,
sie erschließen Klangraum-Felder mit athmosphaerischem und atonalem und schließen diese mit in das Musikalische mit ein.
Ich entwickle Soundtracks, die tief in die Inszenierung greifen – von subtilen,
psychoakustischen Texturen bis hin zu haptischen, rhythmischen Strukturen.
Mein Ansatz für Produktionen:
- Systemische Komposition: Der Klang entsteht im direkten Dialog mit der Regie, dem Ensemble & dem Bühnenraum wie auch der Bewegung der Performer, welcher ich folge.
- Narrative Klanglandschaften: Einsatz von Cut-Up-Techniken und Transkriptionen, um Themen auditiv zu übersetzen.
- Live-Integration: Die Verschmelzung von vorproduzierten Elementen (Sampled Loops) mit dem unmittelbaren Moment (Live-Looping des Instrumentariums wie auch noice und field-recordings)
Meine Arbeit basiert auf der Überzeugung des The Living Theatre:
Kunst ist kein Artefakt, sondern ein lebendiger Prozess.
Diese Philosophie übertrage ich auf jedes Soundtrack-Design – ob für zeitgenössisches Theater und Tanz wie Butoh-Performances oder medialen Installationen oder Filmen.
- Struktur: Ich arbeite gezielt mit der Brechung linearer Verläufe, um die Aufmerksamkeit zu schärfen.
Bewegung, Raum & Theaterphilosophie
Musik ist für mich kein isoliertes Ereignis, sondern eine körperliche Erfahrung. Meine Grundlagen im Butoh und im experimentellen Theater – tief verwurzelt in der Open Space Performunion – fließen direkt in meine Klangkunst ein.
Mein Schaffen wird maßgeblich von den Visionen Julian Becks (The Living Theatre) geleitet. Sein prozesshafter Ansatz ist der Kompass für meine Forschungsarbeit:
„I always begin with questions because I have no answers, and I seek for answers.“ currioussly.
Dieser Zustand des Suchens ist es, der den Rahmen sprengt und Kunst immer wieder neu zusammensetzt.
Julian Beck konstatiert treffend: „FREE THEATRE is invented by the actors as they play it. It has never been rehearsed. We have tried Free Theatre. Sometimes it fails. Nothing is ever the same.“
Als Theaterpädagoge BuT® übertrage ich diese Philosophie des lebendigen Prozesses, welcher dem Living Theatre zu Grunde liegt auch auf meine Lehrkonzepte.
*siehe Webside-Lasche Generelles Lehrkonzept*
Sound-Dramaturgie & Komposition für die Bühne
Hinter jedem atmosphärischen Raum steht eine bewusste Entscheidung.
- Durch meine jahrelange Erfahrung als explorativer Musiker verstehe ich Klang nicht nur als Begleitung, sondern als eigenständigen Akteur im Raum.
- Systemische Komposition: Dialog zwischen Regie, Raum und Performer.
••Narrative Klanglandschaften: Einsatz von Cut-Up-Techniken zur auditiven Übersetzung von Themen.
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